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Daten erfasst von: Jazztime
 
Francesca Keller - Beyond
Label: Altri Suoni   Label-Nummer: AS 241
Recording: 2006   CH   3.-6.11. DRS Zürich / 10.12. Klangstudio Basel
Medium: CD   Anzahl Medien: 1
Francesca Keller gibt Gas: der Berner Jazzsängerin ist mit dem Album „Beyond“ ein überzeugendes Debut gelungen. Mit ihrer warmen facettenreichen Stimme singt sie von Liebe, von Abschied und Neuanfängen, und vermittelt dabei eine intime, sinnliche Atmosphäre. Die Songs sind komplex und doch eingängig; die Kompositionen von Francesca Keller und der Saxophonistin Araxi Karnusian sind erfrischend und setzen im Contemporary Vocal Jazz neue Akzente. Ein viel versprechender Neuling, voller Feinheiten, Ausdruck und Energie. Und: Er macht Lust auf mehr. Francesca Keller ist in Bern aufgewachsen. Schon als junges Mädchen sang sie leidenschaftlich gerne. Nach erstem klassischen Gesangsunterricht am Berner Konservatorium entdeckte sie ihre grosse Liebe zum Jazz. Sie besuchte bei Pascal Dussex an der Swiss Jazz School Gesangsstunden und stand schon bald als Sängerin verschiedener Jazzbands auf der Bühne. Nach dem einjährigen Vorkurs an der Jazzschule in Bern ging ihr grosser Traum in Erfüllung: sie wurde am weltweit renommierten „Berklee College of Music“ in Boston/USA aufgenommen. Die vierjährige Ausbildung zum „Bachelor of Music“ schloss Francesca Keller 2001 mit Bestnote und Auszeichnung ab. Zu ihren Lehrern gehörten bekannte Musiker wie Hal Crook, Bob Stoloff oder Anne Peckham. Ihr Mentor war kein Geringerer als Kevin Mahogany, der zur Weltspitze der Jazzsänger zählt. Er hat sie stark darin gefördert, ihren eigenen Stil zu finden und ist nach wie vor eine wichtige Inspirationsquelle für die Sängerin. Francesca Keller begnügt sich nie damit, nur aus dem Jazz-Standards-Repertoire zu schöpfen. Die temperamentvolle Bernerin will etwas Eigenständiges schaffen, ihre eigene Musik kreieren, eigene Songs singen. Gemeinsam mit der Berner Saxophonistin Araxi Karnusian ist ihr dies mit dem Debutalbum „Beyond“ auch gelungen: Es ist eine Sammlung nuancenreicher Songs, eingängig und vielfältig zugleich. Das Titelstück „Beyond“ („jenseits“) erzählt davon, zu neuen Ufern aufzubrechen und die Vergangenheit ein für alle mal hinter sich zu lassen. So sieht man die Sängerin auf dem CD-Cover denn auch in einem alten Chevrolet sitzen, die Hand am Steuer, stets bereit, aufzubrechen und Neues zu entdecken. Ob in der Musik oder im Leben. Auch „Half Moon“ ist ein sehr persönlicher Song. Darin beschreibt die Sängerin die Schwierigkeit, in einer Beziehung festzustecken, die nicht stimmt – um sich zu befreien fehlt jedoch die Kraft. „Once upon a time“ fasziniert mit einer tollkühnen Melodie und in „Little Chances“ singt die Bernerin von einer Situation, die wir alle kennen: Du hast den Blues, weißt nicht weiter, es fehlt aber nur wenig, und die Welt ringsum verändert sich zu deinen Gunsten. Die Standards „Body and Soul“ und „Cry me a River“ wurden neu arrangiert, „You Must Believe In Spring“ hat Francesca Keller mit dem Pianisten Philip Henzi im Duo eingespielt. Jazz-Klassiker, die sie selbstsicher und mit nuancenreichen Feinheiten interpretieren. Francesca Keller ist ein Vocal Jazz-Album mit Pop-Einflüssen gelungen, das sowohl Kenner als auch das breite Publikum ansprechen wird.